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Kurze Geschichte von – ‘Het Lemke’

Het Lemke ist völlig restauriert worden in 2002. Een paar Einzelheiten.

Die Lange Hezelstrasse gehört zu den ältesten Strassen der Niederlande, ihre Geschichte reicht bis in die römische Zeit zurück. Damals bildete die Strasse eine Verbindung zwischen dem Truppenlager auf den Hügeln der Stadt Nimwegen im Osten und der ‘römischen’ Stadt im Westen, dem heutigen Waterkwartier.

Auf dem Hinterhof der Lange Hezelstrasse 59 (jetzt Restaurant ‘Het Lemke’, d.h. das Lämmlein) wurde um 1480 herum eine Kapelle gebaut, deren Fundamente unter dem Hinterhaus (Stufe hinunter) zu besichtigen sind. Ausserdem befindet sich dort auch ein sehr alter Schöpfbrunnen, wahrscheinlich aus dem vierzehnten Jahrhundert. Dieser gehörte der Brauerei, welche damals im Gebäude untergebracht war. Auch ist dort eine kleine Feuerstelle aus 1530 gefunden worden.

Diese Feuerstelle mit den feuerfesten Steinen, worauf verschiedene Abbildungen, ist zu besichtigen unter der Glasplatte in der Mitte des Hauses. Das Skelett des Hauses Lange Hezelstrasse 59 ist wegen seiner spätmittelalterlichen Mauern und Fussböden vor allem von baugeschichtlichem Wert. Wie die Balkenlage und Unterzüge in der Decke von ungefähr 1500. Oben im freien Raum befindet sich auch eine Kerzennische und hinter Mauern zum Vorschein kommenden Seitenfenster, mit – dazumal – Blick auf eine Gasse, welche jetzt zugemauert sind. In den Seitenwänden des Vorderhauses sind die Bauspuren verschiedener Jahrhunderte zu sehen, z.B. Bögen, verschiedene Klosterwitze, Isselsteinchen usw., ebenfalls aus dem frühen sechzehnten Jahrhundert. Der hohe Keller (Spitzbogentonnengewölbe) unter dem Vorderhaus stammt womöglich aus dem 14. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert, älteste Erwähnung 1560, bis zum 18. Jahrhundert einschliesslich beherbergte das Gebäude ausser einem Wohnhaus auch eine Brauerei.

Im Mittelalter um 1500 herum bestand das Haus Lange Hezelstrasse 59 auch aus Nr. 57, die damals zusammen ein Haus bildeten (wo jetzt ‘Het Lemke’ ihren Sitz hat). Dieses Haus hatte fünf Zimmer im Parterre, wohinter ein Speicher, worin eine Grundwasserpumpe war, eine Küche, ein Stall und ein Garten, und zusätzlich acht Zimmer im Obergeschoss, Dachboden, Keller und weitere Einrichtungen.

Im nahezu gesamten 17. Jahrhundert trug das Gebäude, bestehend aus dem Haus, einem Schuppen, einem Garten (jetzt einer historischen Terrasse) und einer Brauerei, den Namen ‘Het Lemke’. Wer hat sich diesen Namen ‘Het Lemke’ für die Brauerei ausgedacht und den Namen des Gebäudes ‘de Geborste Klomp’ (der Geborstene Holzschuh), der auf dem Hessenberg hinter ‘Het Lemke’ gestanden hat? Jemand von weit vór 1726. Wahrscheinlich waren dies Hendrick Bars und seine Frau Belia, die um 1570 herum in der Brauerei wohnten und arbeiteten.

Im 18. Jahrhundert (1726) tauchten zum ersten Mal beide Namen in der Übertragungsurkunde auf durch den Kauf zweier Häuser, worin die Brauerei untergebracht war und ‘de Geborste Klomp’ durch Adam van Wanraeij und erhielt die Brauerei den Namen ‘Het Lemke’ in der Übertragungsurkunde.

Das Hinscheiden von Adam van Wanraeij in 1786 bedeutete das endgültige Ende dieser Brauerei. Später entstand ein Weinhandel und wurde ein Erfolg.